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4 Tipps wie Du bessere Fotos von Essen machen kannst

 

 

Sie können Dein Aushängeschild sein und Deinen Gewinn vervielfachen. Sie können neue Gäste anlocken und alte dazu motivieren, wiederzukommen. Wenn Du es schaffst, bessere Fotos von Essen zu machen, kannst Du die Sozialen Medien im Sturm erobern. Denn kaum etwas wird häufiger geteilt, als ein Foto, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Das saftige dunkelbraune Fleisch des Burgers glänzt im goldenen Licht der nachmittäglichen Sonne. Das Salatblatt wirkt grün und knackig, die Tomate fest und frisch. Das Brot schimmert bräunlich, als habe man es kurz vorher poliert. Du willst nichts anderes, als in diesen Burger reinbeißen. Weil er aber nur auf Deinem Bildschirm leuchtet, bleibt Dir nichts anderes übrig, als ihn Deinen Freunden zu zeigen: Lasst uns bald mal hierhin gehen und diesen leckeren Burger probieren – und schon hat ein Restaurant Dich und Deine Freunde als neue Kunden gewonnen. Einfach nur weil es gelernt hat, dass bessere Fotos von Essen mehr Menschen ansprechen. Das willst Du auch. Und das kannst Du auch. Zumindest wenn Du unsere fünf Tipps für bessere Fotos von Essen befolgst.

Zuerst aber überleg einmal, wie viel Zeit in die Zubereitung Deines Essens fließt. Und es geht nun nicht nur um die Zeit, die es dauert, bis Nudeln gekocht sind. Es geht um die Auswahl der Gerichte, die Zusammenstellung der Zutaten, den Einkauf. Dann geht es um die Vorbereitung, sogar das Putzen der Küche und das Waschen der Schürzen Deiner Küchenmitarbeiter. Jeder dieser Schritte enthält unendlich viele Motive, die ein Foto Wert wären. Oft sagen Gastronomen nämlich, sie hätten schlicht zu wenig Motive und es würde auf Dauer langweilig, immer den gleichen Burger zu fotografieren. Dabei verkennen sie aber, dass Gäste nicht nur das fertige Essen wertschätzen können – sie lieben es auch, auf die Reise hinter die Kulissen mitgenommen zu werden. Auch wenn es natürlich die Fotos der fertigen, perfekt angerichteten Gerichte sind, die am Ende die meisten Likes, Shares und Kommentare erhalten.

Aber auch die anderen Motive können Deine potentiellen Gäste begeistern. Auf Instagram etwa kannst Du ganze Geschichten erzählen. Schritt für Schritt bis zum Essen auf dem Teller. Ob es dann das Geschirr ist, das nach dem Waschen im Gegenlicht dampft oder die metallenen Küchenutensilien, die in einer blitzblanken Küche glitzern – was ästhetisch ist, wird positiv aufgenommen. Und was positiv aufgenommen wird, ist Werbung für Dich.

Wie aber, und nun wirklich, machst Du bessere Fotos von Essen?

  1. Nutze natürliches Licht

Wenn Du künstliches Licht nutzt, kann das Dein Essen geradezu abstoßend erscheinen lassen. Dann kann es noch so großartig und liebevoll arrangiert worden sein – Neonlicht oder das Licht der Fotokamera wird dem Essen den Zauber nehmen. Das gilt fast immer. Deswegen überleg Dir, wo Du das Essen so positionieren kannst, dass es genug Licht abbekommt, aber ohne dafür künstliche Beleuchtung heranziehen zu müssen. Stell es vors Fenster, oder in Deinen Wintergarten, auf die Terrasse oder geh, falls all das keine Option ist, einfach kurz auf die Straße und schieß das Foto dort. Egal, ob die Leute doof gucken, denn nur so stechen die klaren, appetitanregenden Farben wirklich hervor, ohne vom Kunstlicht verzerrt zu werden.

  1. Versuche, mehrere Dimensionen in einem Foto darzustellen

Wenn Du ein Foto schießt, und das Essen gut aussieht, ist das gut. Wenn Du es aber schaffst, nicht nur das Essen in den Mittelpunkt zu stellen, sondern gleich eine Atmosphäre zu kreieren, ist das noch besser. So nämlich schaffst Du es, die Aufmerksamkeit des Betrachters länger zu halten. Er wird sich das Bild anschauen und kurz nachdenken müssen. Oder er wird sich in das Bild hineinziehen lassen, weil es ihm etwas bietet, was über den reinen optischen Reiz hinausgeht. Ein Beispiel: Nimm mit einer Gabel eine Portion von dem Gericht auf, das Du lecker auf einem Teller drapiert hast und halte sie einige Zentimeter über das Gericht. Nicht nur wirst Du dem Bild so Tiefe verleihen, auch wird es dem Betrachter so vorkommen, als sei er selbst derjenige, der da speist.

  1. Probiere neue, kreative Perspektiven aus

Hierbei geht es darum, aus einer Perspektive zu fotografieren, die der Betrachter nicht erwartet. So wird er das Bild länger anschauen und somit den Effekt, den es auf ihn hat, verstärken. Überlege Dir also eine Perspektive, die man so noch nicht gesehen hat, oder die zumindest der Betrachter so nicht einnehmen würde. Ein aktueller Klassiker unter Essensfotografen: Die 90 Grad Ansicht von oben. Also schlicht von direkt über dem Teller auf das Essen herab. Auch denkbar wäre ein Foto von der Höhe des Tellerrands. Hauptsache, der Betrachter bekommt für einen kurzen Augenblick das Gefühl, etwas Besonderes zu sehen.

  1. Nimm weißes Geschirr

Das ist kein allgemeingültiger Tipp, denn manche Gerichte kommen auf anderen Farben besser zur Geltung als auf weißen Tellern. Die allermeisten aber wirken auf weißem, neutralem Boden ansprechender. Besonders wenn das Gericht aus hellen Zutaten besteht, Kartoffeln, Blumenkohl, Nudeln, Sahne oder Hühnchen. So schaffst Du es, die eigentlich relativ unscheinbaren eines Gerichts dennoch hervorstechen zu lassen. Vor allem schaffst Du es durch einen weißen Teller, dass die Aufmerksamkeit des Betrachters nicht abgelenkt wird. Das Essen wird im Mittelpunkt stehen. Und genau das soll es ja auch.

Wenn Du also bessere Fotos von Essen machen möchtest, solltest Du diese vier Tipps beherzigen. Außerdem solltest Du in ein Stativ investieren oder Dir zumindest behelfsmäßig eines selbst bauen. Denn verwackelte Fotos sind nie hübsch, zumindest nicht so, wie Du sie gerne hättest. Außerdem erlaubt Dir ein Stativ, ausgefallenere Perspektiven einzunehmen und zu halten. Du kannst mehr ausprobieren und bestimmte Dinge leichter rekonstruieren.

Wenn Du Dir überlegst, ob Du eine teure Spiegel-Reflex-Kamera benötigst, lass Dir gesagt sein: Nein. Zumindest nicht unbedingt. Eine gute Handykamera reicht völlig aus. Auch wenn die Profi-Kamera natürlich vieles einfacher macht.

Zuletzt: Überleg Dir, welche Fotos Du wo posten möchtest. Instagram, Twitter, Facebook, Pinterest, Du kennst sie alle, aber nicht alle werden vom Publikum für die gleichen Dinge geschätzt. Hier wirst Du sicherlich ein bisschen rumprobieren müssen. Vier Erfolg und Spaß dabei.