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6 grobe Missverständnisse beim Social Media Marketing für Gastronomen

Social Media Marketing für Gastronomen ist das Gebot der Stunde. Ohne geht es nicht. Allerdings solltest Du nicht blind drauflos posten. Es gibt viele Mythen, Vorurteile und Missverständnisse, die den Erfolg von Social Media Marketing für Gastronomen behindern können.

Es ist eine Binsenweisheit: Wer heute ein Restaurant betreibt, muss sich auch mit Social Media Marketing für Gastronomen auskennen. Das stimmt, ist richtig und wichtig. Trotzdem muss man auch hier vorsichtig sein. Denn wer vorschnell plant, fällt oft auf Mythen herein, die die eigene Strategie ad absurdum führen oder sogar der Gaststätte schaden können. Deshalb haben wir sechs Mythen beim Social Media Marketing für Gastronomen zusammengetragen, auf die Du achten musst. Denn nicht alles, was Du weißt, ist auch richtig.

Regelmäßiges Posten auf Social Media reicht, um erfolgreiches Marketing zu betreiben

Social Media heißt so, weil es hier um den sozialen Aspekt geht. Es ist natürlich löblich, wenn Du es schaffst, jeden Tag originären Content für Deinen Social Media Auftritt zu kreieren, aber die Plattformen funktionieren anders als herkömmliche Medien. Es geht um den sozialen Charakter. Du musst mit Deinen Followern in Kontakt treten, sie müssen Deine Beiträge teilen, darauf reagieren, Dich ansprechen können und wollen. Wenn Du nur verkaufst oder nur Deine Gaststäte bewirbst, wirst Du kaum Erfolg haben: Denn Deine Gäste wollen Dich auf Social Media kennenlernen, Dich erleben. Deswegen versuch, mit ihnen in Kontakt zu treten. Das ist wichtiger, als jeden Tag etwas zu posten.

Die gleiche Strategie – und das gleiche Budget – eignen sich für alle Social Media Plattformen

Überleg Dir, was auf Twitter, was auf Facebook und was auf Instagram erfolgreich sein kann. Auf Instagram sind es etwa schöne Bilder, auf Twitter lustige, schlagfertige Sprüche und auf Facebook eine Mischung dessen. Nun frag Dich, wie die Beiträge auf den Plattformen zum Publikum gelangen. Und hier wirst Du merken, dass Du eigentlich nur bei Facebook wirklich Geld aufwenden musst. Social Media Marketing für Gastronomen besteht auch aus dem Verständnis der Plattformen und Kommunikationsmittel. Ein Beitrag auf Twitter wird seine Retweets bekommen, wenn er gut ist. Die Plattform basiert auf der Annahme, dass guter Content belohnt wird – durch Menschen, weniger durch Algorithmen. Instagram lebt von den Hashtags. Also denk Dir lieber 20 gute Hashtags aus, beziehungsweise such sie Dir zusammen, anstatt Geld für einen Sponsored Post zu zahlen. Anders bei Facebook, hier wird die Reichweite von Algorithmen bestimmt, die es dem Content von Seiten nicht leicht machen. Wenn Du hier eine Botschaft verbreiten willst, lohnt sich die Investition.

Social Media Marketing für Gastronomen funktioniert genauso wie jede andere Art von Marketing

Ein Kardinalfehler. Social Media ist eben gerade nicht so wie andere Medien. Social Media ist eine kleine Gesellschaft innerhalb der Gesellschaft. Ein Unternehmen, das im analogen Leben existiert, muss auch auf Social Media als solches wahrgenommen werden – und seinen Kunden offenstehen. Menschen erwarten heute, dass Social Media die Plattform ist, um die meisten Probleme, auch die der analogen Welt, zu lösen. Das geht so weit, dass sie von Dir erwarten, dass Du ihnen dort zur Verfügung stehst. Sie möchten in Deiner Gaststätte reservieren, nach Deinen Angeboten fragen, die Speisekarte als PDF zugeschickt bekommen oder ihrem Ärger Luft machen. Du wirst als Gaststätte nur erfolgreiches Social Media Marketing betreiben können, wenn Du für Deine Gäste da bist. In den USA ist es für fast 60 Prozent der Leute bereits selbstverständlich, über Social Media mit Unternehmen in Kontakt zu treten. Die Unternehmen dort sind darauf eingestellt. Der Trend geht auch in Deutschland in diese Richtung. Und Dein Social Media Marketing für Gastronomen wird verlieren, wenn Du nicht mitziehst.

Dass Deine Posts geteilt werden, heißt dass Du mehr Gewinn machst

Eine frustrierende Erkenntnis für alle, die sich intensiv mit ihrem Content auseinandersetzen und dazu auch das Gefühl haben, das mit Erfolg zu tun. Aber häufig ist es so, dass ein Social Media Kanal zwar hervorragend läuft, die Followerzahlen in die Höhe schnellen und Deine Reichweite gigantisch ist. Aber der Umsatz bleibt der gleiche. Das Phänomen ist ganz klar: Du kannst zwar leicht zugänglichen Content haben, den Leute gerne teilen und liken – aber das Geschäft ist doch ein anderes. Auch hier ein Verweis auf Punkt 4: Die Interkation mit Deinen potentiellen Gästen ist wichtiger als dass sie Deinen Content teilen. Sie sollen Dich erleben, nicht Deinen Content. Dass das aber ein Haufen Arbeit ist, wollen wir nicht verheimlichen. Social Media Erfolg zu generieren, ist schwer genug. Diesen auch noch in finanziellen Erfolg zu transferieren dann eine ganz neue Wissenschaft für sich.

Mehr Follower bedeuten mehr Erfolg

Follower- und Like-Zahlen sind nicht elementar für den Erfolg Deiner Social Media Strategie. Bei Facebook etwa erreichst Du auf organischem Weg ohnehin nur etwa 2 Prozent deiner Follower. Es geht deswegen mehr um die Interkation dieser Follower mit Deinem Content als um den Grundstock dieser Follower. Denn was hast Du von 100.000 Followern, wenn nur 2000 Deine Beiträge angezeigt bekommen und dann auch noch sofort darüber hinwegscrollen? Wenig, deshalb versuch, eher in die Qualität des Contents zu investieren, als in den – unorganischen – Aufbau Deiner Follower-Zahlen. Langfristig wirst Du damit erfolgreicher sein.

Du musst auf allen Social Media Plattformen präsent sein

Das musst Du nämlich nicht. Klar, je mehr, desto größer Deine Reichweite. Aber Deine Präsenz muss sich nach Deiner Zielgruppe richten. Du verschwendest wertvolle Ressourcen, wenn Du Deine Reichweite künstlich aufbläst, nur um viel heiße Luft zu produzieren, die Leute nicht interessiert. Das Publikum auf Facebook ist ein anderes als das auf Instagram. Das auf Snapchat wiederum ein komlett anderes als Twitter. Laut Statistik sind über 40 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 17 auf Twitter. 82 % der 18- bis 29-Jährigen hingegen sind auf Facebook. Du musst Dich also bei dem Konzept Deines Social Media Marketing für Gastronomen fragen, wen Du erreichen willst. Wenn Du Dich dann noch fragst, warum, wie und wann – wirst Du einen ganzen Schritt weiterkommen als wenn Du auf alles auf einmal setzt.

Wichtig ist also, dass Du reflektierst, was Du weißt und nicht alles glaubst, was vermeintliche Experten Dir erzählen. Und wie immer: Manchmal klappen Dinge auf wundersame Weise, obwohl sie alle Regeln zu brechen scheinen: Deshalb auch hier: Du musst ein wenig herumexperimentieren und Dich herausfinden, was passt. Hauptsache, Du fällst nicht auf diese 6 Missverständnisse beim Social Media Marketing für Gastronomen herein.