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Wie Du in der Gastronomie Zeit sparen kannst in sechs einfachen Schritten

Wie Du in der Gastronomie Zeit sparen kannst in sechs einfachen Schritten

Von all den Dingen, die man sich als Gastronom wünscht, ist es die Zeit, von der man chronisch am wenigsten hat. Selbst – oder gerade wenn – das Geschäft brummt, bleibt für viele Dinge kein Raum mehr. Das aber lässt sich ändern. Wir verraten Dir, wie Du in der Gastronomie Zeit sparen kannst. Das Wichtigste: Plane nicht die Kleinigkeiten, sondern die großen Dinge.

Wer eine Gaststätte betreibt, ist ständig auf Achse. Es gibt keine Aufgabe, die man nicht hat. Es beginnt schon morgens mit dem Einkauf oder der Annahme von Lieferungen. Dann musst Du Dich um Dein Personal kümmern. Du musst schauen, wann Deine Angestellten was machen, Du musst sie sinnvoll einteilen, ihnen Aufgaben geben, die sie effizient erledigen können. Dann musst Du Gäste bewirten und schauen, dass in der Küche alles läuft und und und. Die Arbeit für den Gastronomen endet nie. Trotzdem kannst Du in der Gastronomie Zeit sparen. Du musst nur sehr ehrlich zu Dir sein und etwas Arbeit – und Zeit investieren.

Wir haben Dir sechs Punkte zusammengestellt, die Dir helfen, Deine Zeit besser zu managen. Damit Deine Arbeit Dir nicht über den Kopf wächst. Damit Du sogar Spaß daran hast.

Mache eine Liste über Deine aktuellen Arbeitsabläufe

Und schau Dir ganz genau an, was Deine Arbeitsabläufe sind. Und nicht nur Deine, sondern nimm alles auf, was in Deiner Gaststätte passiert. Wann stehst Du auf? Wann gehst Du zur Arbeit, wann kommt der erste Lieferant? Wie lange brauchen Deine Angestellten von der Küche bis zur Bar? Wie lange braucht Dein Küchenpersonal um ein Schnitzel zuzubereiten? Und wann sollten die Getränke nachgefüllt werden?

Hierbei geht es darum, zu verstehen, wie Dein Tag abläuft. Du sollst durch das Aufschreiben lernen, wie Deine Arbeit „von außen“ aussieht. Das geht leider nur, wenn Du Dir die Liste im Nachhinein nochmal in Ruhe durchliest.

Sei ehrlich – und fleißig

Natürlich hast Du keine Lust darauf, das zu machen. Denn Du hast auch andere Dinge zu tun. Vor allem ist die Zeit, die Du am Schreibtisch verbringst, die Zeit, in der sich in Deinem Betrieb nichts bewegt. Aber diese Vorstellung ist falsch. Denn nur, wenn Du jetzt Arbeit investierst, kannst Du in Zukunft Zeit sparen.

Wie hättest Du es gerne?

Diese Arbeit macht Spaß. Denn Du sollst ein wenig schwärmen. Erträume Dir Deinen perfekten Arbeitstag, oder besser: Deine perfekte Arbeitswoche. Wann möchtest Du aufstehen? Würdest Du morgens lieber Zeit haben, um Zeitung zu lesen oder einen zweiten Kaffee zu trinken? Möchtest Du vielleicht lieber zu Fuß zur Arbeit gehen oder auch mal Mittags ins Fitnessstudio gehen? In dieser Phase geht es nur darum aufzuschreiben, wie Du Dir Deine Zeit einteilen würdest, wenn die Welt Dir gehörte – wie Du dann tatsächlich in der Gastronomie Zeit sparen kannst, wird weniger traumhaft sein.

Tatsächlich musst Du aber hier darauf achten, nicht zu detailliert zu denken. Du sollst nur verstehen, wie Deine Bedürfnisse aussehen. Wenn Du also morgens Kaffee trinken möchtest, schreib nicht „Zwei Kaffee: 30 Minuten, eine Zeitung: 15 Minuten“, sondern nenne das Ganze lieber „Morgenritual: 45 Minuten“.

Vergleiche die beiden Listen

Nun musst Du die beiden Listen nebeneinander legen. Das tut weh. Denn Dein Arbeitsalltag wird so gar nicht mit dem übereinstimmen, was Du Dir wünschst. Das ist normal, denn wenn es so wäre, bräuchtest Du ja keine Liste.

Wichtig ist, dass Du aus den beiden Listen eine machst. Dabei sind beide Listen gleich viel Wert. Denn Deine Bedürfnisse sind zwar das eine, wichtige. Die Realität aber ist genauso wichtig. Du kannst an keinem von beidem komplett vorbeileben und –arbeiten. Deswegen wirst Du auch keine Chance haben, alles so hinzukriegen, dass es perfekt passt. Du kannst nicht beides unter einen Hut bekommen. Aber wen Du merkst, dass Du morgens eine dreiviertel Stunde länger Zeit hättest, wenn Du Deinen Chefkellner eine halbe Stunde früher kommen lässt – dann hast Du schon einen Punkt gewonnen.

Das Ritual der beiden Listen wirst Du allerdings immer wieder wiederholen müssen. Am besten alle zwei Wochen, mindestens einmal im Monat. Im Prinzip immer dann, wenn Du meinst, dass Dein neues System funktioniert.

So perfektionierst Du Deine Abläufe Stück für Stück, alle zwei Wochen ein bisschen weiter. Du musst nur dranbleiben.

Finde die Entspannung und Ruhe, die Du suchst

Du kannst in der Gastronomie Zeit sparen, wenn Du nur offen und fleißig an diese Aufgabe herantrittst. Wenn Du positiv bleibst und Dich immer wieder motivierst, dranzubleiben. Morgens zehn Minuten planst, abends zehn Minuten lang Revue passieren lässt.

Auf Kurz oder Lang wird nicht nur Deine Freizeit immer mehr. Auch Deine Mitarbeiter werden sich freuen, dass Du entspannter bist. Außerdem perfektionierst Du auch ihre Abläufe. Sie werden das Gefühl haben, dass alles perfekt läuft. Und wenn etwas perfekt funktioniert, macht man es gerne. Wenn Du also in der Gastronomie Zeit sparen kannst, können Deine Mitarbeiter das genauso. Eine Win-Win-Situation.

Die ALPEN-Methode

Was ist die ALPEN-Methode? Die ALPEN-Methode ist ein wirksames Instrument, das das, was Du nun gelernt hast, noch einmal zusammenführt und strukturiert. Wenn Du schon ein paar Wochen lang erfolgreiche Deine Arbeitsabläufe und Zeitfenster optimiert hast, wende die ALPEN-Methode an.

A steht für die Aufgaben des Tages. Also alles, was so anfällt – grob, wie immer.

L steht für die Länge der jeweiligen Aufgabe. Wenn Du die beiden Punkte hast, wirst Du eine Struktur für Deinen Tag erarbeitet haben.

P steht für Puffer. Denn irgendwas kommt immer dazwischen. Versuch deswegen, nie mehr als 60 Prozent Deines Tages zu planen. Am Ende bricht sonst alles über Dir zusammen.

E steht für Entscheidungen. Du musst festlegen, was das Wichtigste am Tag wird. Was bedarf der größten Sorgfalt, was darfst Du nicht auslagern oder abgeben und was darf im Zweifelsfall auf keinen Fall zurücktreten?

N schließlich ist die Nachkontrolle. Schau Dir am Ende des Tages an, was geklappt hat und was nicht. Wie hätte es besser laufen können? Lerne daraus und versuch direkt am nächsten Tag anzuwenden, was Du gelernt hast.

Wenn Du alle Ratschläge befolgst, wirst Du bald merken, dass man auch in der Gastronomie Zeit sparen kann. Man muss nur sehr genau planen und diese Planung verinnerlichen – denn die Gastronomie ist ein stressiges Berufsumfeld. Aber doch das Schönste, das es gibt.